Besser Spielen durch Wegsehen
Philip K. Dick, Autor des Romans “Träumen Androiden von elektrischen Schafen?” (Vorlage zu Ridley Scotts “Bladerunner”), lässt den Androiden-Jäger seine Probanden auf Empathie testen. Nur so ist es möglich, Menschen von nahezu menschengleichen Robotern zu unterseiden (Tyrell Corp.: “More human than human”).
Die Empathie – das menschliche Mitgefühl – ist also seiner Meinung nach die zentrale, menschliche Fähigkeit, die das Menschsein ausmacht.
Das Maß an Empathie, welches ein Mensch aufzubringen in der Lage ist, hängt von der Anzahl der Spielneuronen ab. Mit ihrer Hilfe spiegelt sich in unserem Inneren das Bild, welches wir vor Augen haben. Jemand gähnt – wir gähnen. Jemand lacht – wir lachen. Jemand führt uns einen Tanzschritt vor – wir tanze ihn nach. Jemand schlägt ein paar Golfbälle – wir tun es ebenso.
Diese Form des “visuellen Lernens” ist kein bewusste Prozess. Permanent protokolliert das menschliche Gehirn äußere Eindrücke und lässt sie in unser Fühlen und Handeln einfließen.
Wer also mit einer Gruppe von Singlehandicappern unterwegs ist, der sollte bei jedem Schlag hinsehen. Einfach so. Ohne Hintergedanken. Augen auf und Eindrücke zulassen.
Wer aber mit einer Gruppe von fairwaypflügenden Bewegungslegasthenikern seine Startzeit teilt, der sollte sich die schöne Landschaft ansehen – und besser spielen durch Wegsehen.
Dieser Artikel wurde geschrieben von Elu
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