Gute Golfschuhe

Mein erster Artikel in diesem wunderbaren Golf Blog handelt von Golfschuhen (gähn???). Seit mehreren Jahren beobachte ich die Amateur Szene im Großraum Hamburg; teilweise mit Schmunzeln. Es ist schon enorm, wieviel Bedeutung dem Equipment (speziell dem Driver) zugesprochen wird. Andere viel wichtigere Dinge (z.B. Training) werden dabei im Verhältnis gesehen zu stark vernachlässigt. So auch die Golfschuhe. Ich kenne nur sehr, sehr wenige Golfspieler im zweistelligen Handicap Bereich, die sich auch nur ansatzweise für Golfschuhe interessieren. Daher mein Versuch, Euch dieses Thema näherzubringen.

Es gibt eigentlich nur einen guten Typ Golfschuh: Er muss über eine Ledersohle verfügen. Warum? Nur Ledersohlen sind in der Lage, sich im Eintragmodus (sagen wir die ersten 2-3 Runden) perfekt an die Fußform anzupassen. Folgende Marken kommen hierbei in Betracht:

– Footjoy Classics Dry Premiere (nicht Classics Tour)
– Stuburt DCC (Darren Clarke Collection)
– Genuine
– Lambda
– Nebuloni (trägt z.B. Jimenez)

Der Footjoy Classics ist hierbei als der klassische Golfschuh zu betrachten. Leider hat Foojoy im Frühjahr 2009 beschlossen, diese Meisterwerke nicht mehr herzustellen (Grund hierfür war, dass über 90% an Golfpros als „personal use“ abgegeben wurden – somit ließ sich kein Geld verdienen). Es gibt aber immer noch die Möglichkeit, diese Prachtstücke über ebay.com oder ebay.co.uk zu beziehen. Auf eines solltet Ihr achten: die Größen in England unterscheiden sich von denen hier bei uns (bzw. USA). Ein Schuh aus England ist immer eine Einheit größer (z.B. UK 11 = US 12). Falls Ihr bereits normale Footjoys (Icon, Dryjoy etc.) besitzt, dann kennt Ihr Eure Größe. Die Classics sind 1:1 mit allen Footjoys größentechnisch identisch.

Ich kann Euch hoch und heilig versprechen: Durch das Tragen von Classics werdet Ihr automatisch zum besseren Golfspieler. Durch den perfekt eingebetteten Fuß erlangt Ihr einen deutlich besseren Stand und somit eine optimierte Grundstellung am Ball. Außerdem sieht es einfach großartig aus! Sowohl „on course“ als auch „off course“.

Wenn Ihr dann im Besitz eines solchen Paares (oder mehrere?) seid, dürft Ihr Euch auch der Pflege widmen. So können diese Schuhe Generationen überleben. Ihr benötigt unbedingt Schuhvollspanner aus Holz (vorzugsweise Zedernholz) und eine Flasche „Ledersohlenöl“ (z.B. von Burgol). Die Spikes („studs“) solltet Ihr dann ebenfalls regelmäßig wechseln. Hier kann ich die „Stinger“ von Champs empfehlen. Vielleicht mögt Ihr ja auch ein Paar mit den „Pro Stinger“ bestücken? Es ist herrlich, mit Metall Spikes spielen zu können.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Grebor

Geschrieben in Abseits des Fairways,Allgemein,Golf | 3 Kommentare

3 Kommentare bisher

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  1. 17. November 2010 um 18:11 Uhr

    rebel sagt,

    Warum müssen die meisten Schuhe so aussehen als ob man Zuhälter wäre?
    Schönheit liegt ja nun mal im Auge des Betrachters aber da sind welche dabei die gehen überhaupt nicht… (für mich)

    bis denne
    rebel

  2. 6. Januar 2013 um 13:41 Uhr

    Rainer Ersfeld sagt,

    Ein guter Bericht, da ich mich auch mit der Pflege von hochwertigen Golfschuhen befasse. Gerne würde ich mit dem Verfasser einmal in Kontakt treten,um mich mit ihm auszutauschen.
    Hier noch ein Hinweis zu einem meiner Produkte.
    http://www.genuss.de/171/BURGOL-Schuhpflege-Golfwachs
    Es grüßt vom See
    Rainer e.

  3. 21. März 2013 um 18:24 Uhr

    Golfschuhe sagt,

    Also ich finde sie totschick. Wäre genau das richtige für meinen Mann 🙂

    LG,
    Anni von Golfschuhe

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