Golfclub Morsum – DAS Kleinod der Insel

Einer der ersten Berichte auf fooore! handelte vom Golfclub Morsum, einem der schönsten Plätze der Insel Sylt. Seinerzeit noch ein 9-Loch-Platz, hatte ich vor ca. 6-7 Jahren das Glück, diesen spieln zu dürfen. Mittlerweile wurde der Platz auf 18 Loch erweitert und meine Neugier war entsprechend hoch. Meinen nächsten Aufenthalt auf Sylt wollte ich daher unbedingt mit einer Runde im GC Morsum verbinden.
Nun planten wir das lange Oktoberwochenende auf Sylt und hatten extremes Glück mit dem Wetter. Ein kurzer Anruf im Clubhaus und wir bekamen eine Startzeit für Sonntag um 10.30 Uhr. Pünktlich trafen wir im Clubhaus ein und wurden sehr, sehr nett von Frau Nielsen empfangen. Nach einem kurzen Plausch gingen wir auf die Runde, mit dem Versprechen das es nach der Runde frischen und selbst gebackenen Kuchen gibt.
Was soll ich sagen? Ich war und bin begeistert. Für mich ist Morsum der schönste Platz auf der Insel. Die Erweiterung wurde harmonisch in die Natur eingefügt, man sieht von vielen Stellen das Watt und den Hindenburgdamm, es gibt keinen Lärm, da alle Strassen weit weg sind und zum Glück war wenig los, so daß wir in Ruhe spielen konnten. Gepflegte Fairways und gute Grüns waren die Zugabe.
Und wie versprochen gab es nach der Runde den frisch gebackenen Kuchen und ein Lächeln auf beiden Seiten.
Dieser Platz ist in meinem persönlichen Ranking der Sylter Golfplätze auf den vorderen Rang geklettert und ich war dort bestimmt nicht zum letzten Mal – versprochen!!

Dieser Artikel wurde geschrieben von Ecki Freytag

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Golf auf Guernsey und in Nordfrankreich

Bevor sich jemand fragt, was denn zum Teufel dieses Guernsey ist: das ist eine bezaubernde kleine Kanalinsel zwischen der Bretagne und England, die aber ein eigenständiger Staat ist (mit eigenen Pfundnoten und eigenen Briefmarken und ohne nennenswerte Steuern :-) ). Diese Insel hat mich dann aus einem Roman heraus vor Jahren mal inspiriert, dort auch mal Urlaub zu machen. Geht natürlich nur, weil es dort, obwohl die Insel klitzeklein und keine Distanz per Navi größer als 10 Minuten ist, drei Golfplätze gibt! Ein eher wenig spektakulärer 9-Loch Platz (St. Pierre Park), ein sehr schöner zum Hotel La Grande Mare gehörender Platz mit 18 Löchern und natürlich der Links Course des Royal Guernsey Golf Club. Man kann sich also neben spannenden Klippenwanderwegen und der wunderschönen Haupt- und Hafenstadt St. Peter Port durchaus standesgemäß beschäftigen. Wie bereits erwähnt, St. Pierre Park lohnt nicht wirklich, dafür aber war wegen Bauarbeiten an der Zufahrtsstraße (?) das Greenfee auf 7,50£ reduziert.

La Grande Mare ist ein hübsch angelegter und anspruchsvoller Platz. Wenn man einen richtig guten Schlag gehabt hat, muss man leider davon ausgehen, dass der Ball in irgendeinem Wasserhindernis liegt. Aber gut, das Spiel wurde von zwei amüsanten jungen Engländern sowieso in der Hintergrund gedrängt. Selten so planlose Spielabfolge und Schusseligkeit erlebt. Warum auch dem Freund direkt zum Abschlag folgen, wenn man auch erstmal auf ihn warten kann, sich dann fünf Minuten zur Entscheidung für einen Schläger gönnt, zum Abschlag läuft (langsam), nur um dann seelenruhig wieder zurück zu kommen, um einen anderen Schläger zu nehmen? Deutsche Effizienz wird ja auch überbewertet! Als derselbe Mitspieler dann irgendwann seinen Trolley erstmal im Rough stehen ließ, und sich erst nach meinem kurzen Hinweis daran erinnerte, dass er den (ja richtig) eben noch hatte, musste ich mich wirklich bemühen, nicht laut zu lachen. Die Jungs ware sonst natürlich super nett! Greenfee wochentags 49£.

Der Royal Guernsey Golf Club ist im Gegensatz zu La Grande Mare auch mal wieder durch Steigungen geprägt. Außerdem prägen die kleinen Wehrtürme (nicht nur aus der deutschen Besatzungszeit) das Bild, was die Szenerie sehr spannend wirken lässt. Zudem queren den Platz an vielen Stellen regulär befahrene Straßen, und Aussage des mitspielenden Mitglieds, jeden Tag trifft es ein Auto. Lustig! Und in Deutschland natürlich undenkbar. Greenfee 50£, da ich aber mit u.a. einem Mitglied gespielt habe nur 35£ (die Insulaner sind sowieso sehr nett und freundlich zu Touristen).

Wenn man das ganze Golfequipment im eigenen Auto dann eh schon dabei hat (inkl. bewundernder Komplimente zum Trolley, ein Clicgear), kann man auch auf der Reise durch den Norden Frankreichs natürlich nochmal ein bisschen spielen. Hervorheben möchte ich da den Golf d’Houlgate Golfclub in der Nähe von Honfleur und Deauville, aber direkt neben dem niedlichen Sommerferienort Villers-sur-mer. Während unserer Golfreise 2008 haben wir auch am Tegernsee den Club Margarethenhof gespielt. Und etliche Höhenmeter zurückgelegt. Erwartet man da ja auch. Dass ich das in der Normandie aber einplanen muss, davon konnte ich nicht ausgehen! Die ersten neun Löcher waren davon geprägt, den Trolley auf Zehenspitzen und Ballen nach oben zu schieben. Bremse funktionierte natürlich nur, wenn man ihn seitwärts zum Hang abstellte. Von den hängenden Fairways will ich gar nicht reden. Ich dachte mal, Ratingen wäre da der Vorreiter… Die landschaftliche Kulisse und die zweiten neun Löcher, die deutlich flacher sind, lassen einen aber die Anstrenungen wieder vergessen. Ich werde also auch diesen Platz gerne noch einmal spielen! Greenfee 49€.

Aber bevor ich das nächste Mal nach Guernsey fahre, teste ich die etwas größere Kanalinsel Jersey. Da gibt es sogar sechs Golfplätze ;-)

Dieser Artikel wurde geschrieben von linchen

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Neue Flaggenstöcke auf Gut Kaden

Gut Kaden hat neue Flaggenstöcke! Ansich eine Meldung ohne große Bedeutung. Und eigentlich würde jeder sagen, der umgefallene Sack Reis in China ist interessanter. Aber, in Deutschland hat neben Gut Kaden nur St. Leon-Rot diese Flaggenstöcke. Was ist das Besondere? Die neuen Flaggenstöcke haben Laserpunkte für die Entfernungsmesser. Und es funktioniert! Habe ich bisher immer versucht die Fahne zu fixieren (was bei mangelnden Wind recht schwierig wird), so brauche ich mit meinem Entfernungsmesser nun nur noch den Stock anpeilen und innerhalb einer Messung bekommen ich das entsprechende Ergebniss, welches auch noch sehr genau ist. Wenn nun noch mein Spiel ein bisschen genauer wird, dann …..
Daher ein Riesendank an den Club für die Anschaffung dieser Flaggenstöcke.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Ecki Freytag

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Der Antichrist (aka “Golfer”) auf dem Golfplatz

Nach einer semi-repräsentativen Umfrage im Bereich des HGV haben wir nun eine Liste erstellt, die den Golfplatzantichristen charakterisieren soll. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sollte (falls man sich persönlich angesprochen fühlt) nicht zu ernst genommen werden (obwohl…).

Im Mutterland des Golfsports werden wir Deutschen sehr häufig belächelt, da wir Golf nicht als Sport, sondern vielmehr (leider) als Lifestyle (auch noch mit schlechtem Geschmack -> GOLFINO) ansehen. Wenn ich mich auf den hiesigen Golfplätzen umschaue bzw. umhöre, dann muss ich leider den Briten uneingeschränkt recht geben.

Es geht los :-)

Trolley/Golfkarre:

  • 3-Rad Modell (habe letztens ein Modell mit Einkaufskorb gesehen)
  • Scorekartenhalter (mit Tees)
  • Ballnetz

Bag/Golftasche:

  • Tees (Brushtees!) am Bag angebracht
  • Zählkette / Zählscheibe
  • externer Putterhalter

Im Bag/in der Golftasche:

  • Keine Headcover auf den Hölzern
  • Dafür aber Headcover auf den Eisen
  • Ballangel (mit Headcover!)
  • Mehr Hölzer als Eisen
  • Aufkleber sind noch an den Schäften
  • Greenfeequittungen von anderen Golfclubs
  • Saugnapf am Puttergriff, um den Ball aus dem Loch zu holen

Allgemein:

  • GOLFINO
  • KINBAG
  • PRO ACE
  • KENTON
  • MIKADO
  • Westen (vorzugsweise von GOLFINO)
  • Sprüche (“Auf der Range flogen sie noch so gut…”, “Mein Pro hat gesagt…” etc.)
  • “Golfer” bzw. “golfen” statt “Golfspieler” bzw. “Golfspielen” sagen
  • „Holz eins“ statt Driver, „6er Eisen“ statt Eisen 6, “P Schläger” statt Wedge sagen
  • Handschuhe für beide Hände (im Sommer)
  • Ball mit dem Ballmarker vom Handschuh markieren
  • farbige Bälle
  • Hosen (inkl. Teehalter), die man mittels praktischem Reißverschluss in kurze umwandeln kann (das ALLERLETZTE!!!)
  • Golfschuhe im Sneaker-Stil mit mindestens 6 verschiedenen Farben, im Winter gerne auch die Stiefel von Adidas (häßlichste Schuhe der Welt?!), im Sommer wahlweise auch Schuhe mit old-school Fransen-Lasche (sieht nur in Kombination mit obigen Sünden zwangsläufig scheiße aus)
  • Kniebeuge, um (Brush-)Tee (ohne Ball!) in den Boden zu stecken, nach 2min der Versuch die Pinnacle Golf X-treme Distance anti-Slice Murmel auf dem „schiefen Turm von Pisa“ (aka „Tee“) zu platzieren, DANACH vom freundlichen Mitspieler darauf hingeweisen werden, dass man mindestens 2,4cm  zu weit vorne aufgeteet hat
  • mit Handschuh putten
  • Trolley immer auf der falschen Grünseite geparkt, Wedge zum Chippen mitgenommen aber Putter vergessen (Einlochen wird überbewertet!)
  • Bei <5cm Putts „Darf ich zu Ende machen?“ rufen
  • Putter mit links festhalten, dahinter hocken, um diesen (falsch) auszurichten, beim Einnehmen der Standposition, den Schläger zusätzlich noch um 15-20° verdrehen, um dann dem Grün die Schuld für den verschobenen Putt zu geben
  • Übermäßig viele provisorische Bälle spielen – man könnte ja unter 5 Stunden spielen
  • Gürteltasche mit Kombinationshalterung für Scorekarte und Bleistift
  • Titleist Pro V1 bzw. V1x spielen, obwohl die Schlägerkopfgeschwindigkeit bei <50 mph liegt
  • Scorekarte mit Kugelschreiber ausfüllen, immer gleich Stablefordpunkte (Netto) daneben schreiben

Herzlichen Dank allen für die Mitwirkung zur Erstellung dieser Liste.

 

 

 

 

Dieser Artikel wurde geschrieben von Grebor

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Golfen in Marokko

Wenn man im März irgendwo netten Golfurlaub machen möchte, aber eben auch an golffreien Tagen im Bikini an den Strand will, gibt es zu dieser Jahreszeit und mit weniger als sieben Stunden Flug nur begrenzte Möglichkeiten. Daher wollte ich nach Ägypten! Rotes Meer, The Cascades Golf Club, alles bestens. Nun. Den Lesern dürften die Entwicklungen in jenem Land nicht entgangen sein, ich beschloss, dass ich in einem Land, in dem politisch gerade soviel passiert, jetzt gerade dann doch keinen Urlaub machen möchte. Da noch keine Reisewarnung ausgesprochen war, durfte ich nur robinsonintern umbuchen und landete dann in Marokko/Agadir. Das war aber nicht das Schlechteste! Der Club war sehr schön und auch die Organisation rund um den Sport mit dem kleinen weißen Ball (oder von meinen  neuen Freunden aus Freiburg auch gerne “Ei” genannt) war wirklich klasse. Zudem hatte ich wohl saisonbedingt das Glück, keine Russen in den Golfclubs anzutreffen (von Mitreisenden mit Erfahrungen versorgt, konnte ich darauf gut verzichten!). Dafür waren aufgrund eines anstehenden Turniers quasi die Hälfte aller Plätze gesperrt. Aber gut: irgendwas ist ja immer. Ich habe also nur zwei Plätze gespielt, Golf du Soleil und Golf l’Ocean. Da ich kein großer Freund von der Dienstleistung Caddie bin (Menschen mit besserem HCP als ich, die meinen Golfball waschen usw.), kam für mich weiterhin eigentlich nur Soleil in Frage. Abgesehen davon hatte ich auch den Eindruck, dass es vier Caddies im islamisch geprägten Marokko nicht wirklich verstehen, wenn man als einzige Frau in kurzen Hosen und kurzem Polo mit drei Herren spielt und mit keinem verheiratet ist. Schlimmer noch: gar nicht verheiratet ist! Im Golfclub Soleil hingegen ermöglichten viele, aber sehr aufgeschlossene Franzosen doch zumindest ein Update der per Kassette/CD ansatzweise gelernten Sprache ;-) Und den Wind ist man ja als Nordlicht zum Glück gewohnt.  Zusammenfassend lässt sich sagen, ich hatte mit oder ohne Robinson-Club-Kollegen ausnahmslos sehr nette Flights und auf jeder der sieben Runden auf schönen Plätzen außerordentlich viel Spaß!

Dieser Artikel wurde geschrieben von linchen

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