R.I.P. Seve

Ich möchte nicht noch ein Loblied auf diesen Ausnahmegolfer schreiben. Das haben die “Blogerkollegen” schon getan und sogar wesentlich besser als ich es könnte (siehe hier: Der Linksgolfer und Kiki ) mit zwei Artikeln die ich Euch ans Herz legen möchte.
Warum schreibe ich aber auch noch einmal zu diesem Thema? Eigentlich war ich heute auf eine Runde mit Gerd verabredet und er brachte mich auf die Idee, aus jeder noch so aussichtslosen Lage den Ball bestmöglich zu spielen – einfach in Gedenken an diesen begnadeten Golfer!!
Natürlich ist das leichter gesagt als getan. An Bahn C1 verzog ich meinen Abschlag nach links und lag somit weit weg vom Fairway. Ein Traumschlag auf das Grün ebnete den Weg zum Par. Auch an der C6 machte ich Seve alle Ehre. Den Abschlag in den rechten Bunker kurz vor das Wasser. Zweiter Schlag durch den Baum in das Wasserhinderniss (aber nicht im Wasser). Dritter Schlag einmal quer über das Fairway in das nächste Wasserhinderniss (aber auch dieses Mal nicht im Wasser). Vierter mit dem Lob-Wedge an den Stock, ein Putt = Par. Wer braucht schon ein Fairway um ein tolles Ergebnis zu spielen!
Seve, in Gedanken hatte ich Dich heute mit auf der Runde – Ruhe in Frieden.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Ecki Freytag

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Der Antichrist (aka “Golfer”) auf dem Golfplatz

Nach einer semi-repräsentativen Umfrage im Bereich des HGV haben wir nun eine Liste erstellt, die den Golfplatzantichristen charakterisieren soll. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sollte (falls man sich persönlich angesprochen fühlt) nicht zu ernst genommen werden (obwohl…).

Im Mutterland des Golfsports werden wir Deutschen sehr häufig belächelt, da wir Golf nicht als Sport, sondern vielmehr (leider) als Lifestyle (auch noch mit schlechtem Geschmack -> GOLFINO) ansehen. Wenn ich mich auf den hiesigen Golfplätzen umschaue bzw. umhöre, dann muss ich leider den Briten uneingeschränkt recht geben.

Es geht los :-)

Trolley/Golfkarre:

  • 3-Rad Modell (habe letztens ein Modell mit Einkaufskorb gesehen)
  • Scorekartenhalter (mit Tees)
  • Ballnetz

Bag/Golftasche:

  • Tees (Brushtees!) am Bag angebracht
  • Zählkette / Zählscheibe
  • externer Putterhalter

Im Bag/in der Golftasche:

  • Keine Headcover auf den Hölzern
  • Dafür aber Headcover auf den Eisen
  • Ballangel (mit Headcover!)
  • Mehr Hölzer als Eisen
  • Aufkleber sind noch an den Schäften
  • Greenfeequittungen von anderen Golfclubs
  • Saugnapf am Puttergriff, um den Ball aus dem Loch zu holen

Allgemein:

  • GOLFINO
  • KINBAG
  • PRO ACE
  • KENTON
  • MIKADO
  • Westen (vorzugsweise von GOLFINO)
  • Sprüche (“Auf der Range flogen sie noch so gut…”, “Mein Pro hat gesagt…” etc.)
  • “Golfer” bzw. “golfen” statt “Golfspieler” bzw. “Golfspielen” sagen
  • „Holz eins“ statt Driver, „6er Eisen“ statt Eisen 6, “P Schläger” statt Wedge sagen
  • Handschuhe für beide Hände (im Sommer)
  • Ball mit dem Ballmarker vom Handschuh markieren
  • farbige Bälle
  • Hosen (inkl. Teehalter), die man mittels praktischem Reißverschluss in kurze umwandeln kann (das ALLERLETZTE!!!)
  • Golfschuhe im Sneaker-Stil mit mindestens 6 verschiedenen Farben, im Winter gerne auch die Stiefel von Adidas (häßlichste Schuhe der Welt?!), im Sommer wahlweise auch Schuhe mit old-school Fransen-Lasche (sieht nur in Kombination mit obigen Sünden zwangsläufig scheiße aus)
  • Kniebeuge, um (Brush-)Tee (ohne Ball!) in den Boden zu stecken, nach 2min der Versuch die Pinnacle Golf X-treme Distance anti-Slice Murmel auf dem „schiefen Turm von Pisa“ (aka „Tee“) zu platzieren, DANACH vom freundlichen Mitspieler darauf hingeweisen werden, dass man mindestens 2,4cm  zu weit vorne aufgeteet hat
  • mit Handschuh putten
  • Trolley immer auf der falschen Grünseite geparkt, Wedge zum Chippen mitgenommen aber Putter vergessen (Einlochen wird überbewertet!)
  • Bei <5cm Putts „Darf ich zu Ende machen?“ rufen
  • Putter mit links festhalten, dahinter hocken, um diesen (falsch) auszurichten, beim Einnehmen der Standposition, den Schläger zusätzlich noch um 15-20° verdrehen, um dann dem Grün die Schuld für den verschobenen Putt zu geben
  • Übermäßig viele provisorische Bälle spielen – man könnte ja unter 5 Stunden spielen
  • Gürteltasche mit Kombinationshalterung für Scorekarte und Bleistift
  • Titleist Pro V1 bzw. V1x spielen, obwohl die Schlägerkopfgeschwindigkeit bei <50 mph liegt
  • Scorekarte mit Kugelschreiber ausfüllen, immer gleich Stablefordpunkte (Netto) daneben schreiben

Herzlichen Dank allen für die Mitwirkung zur Erstellung dieser Liste.

 

 

 

 

Dieser Artikel wurde geschrieben von Grebor

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Gute Golfschuhe

Mein erster Artikel in diesem wunderbaren Golf Blog handelt von Golfschuhen (gähn???). Seit mehreren Jahren beobachte ich die Amateur Szene im Großraum Hamburg; teilweise mit Schmunzeln. Es ist schon enorm, wieviel Bedeutung dem Equipment (speziell dem Driver) zugesprochen wird. Andere viel wichtigere Dinge (z.B. Training) werden dabei im Verhältnis gesehen zu stark vernachlässigt. So auch die Golfschuhe. Ich kenne nur sehr, sehr wenige Golfspieler im zweistelligen Handicap Bereich, die sich auch nur ansatzweise für Golfschuhe interessieren. Daher mein Versuch, Euch dieses Thema näherzubringen.

Es gibt eigentlich nur einen guten Typ Golfschuh: Er muss über eine Ledersohle verfügen. Warum? Nur Ledersohlen sind in der Lage, sich im Eintragmodus (sagen wir die ersten 2-3 Runden) perfekt an die Fußform anzupassen. Folgende Marken kommen hierbei in Betracht:

- Footjoy Classics Dry Premiere (nicht Classics Tour)
- Stuburt DCC (Darren Clarke Collection)
- Genuine
- Lambda
- Nebuloni (trägt z.B. Jimenez)

Der Footjoy Classics ist hierbei als der klassische Golfschuh zu betrachten. Leider hat Foojoy im Frühjahr 2009 beschlossen, diese Meisterwerke nicht mehr herzustellen (Grund hierfür war, dass über 90% an Golfpros als “personal use” abgegeben wurden – somit ließ sich kein Geld verdienen). Es gibt aber immer noch die Möglichkeit, diese Prachtstücke über ebay.com oder ebay.co.uk zu beziehen. Auf eines solltet Ihr achten: die Größen in England unterscheiden sich von denen hier bei uns (bzw. USA). Ein Schuh aus England ist immer eine Einheit größer (z.B. UK 11 = US 12). Falls Ihr bereits normale Footjoys (Icon, Dryjoy etc.) besitzt, dann kennt Ihr Eure Größe. Die Classics sind 1:1 mit allen Footjoys größentechnisch identisch.

Ich kann Euch hoch und heilig versprechen: Durch das Tragen von Classics werdet Ihr automatisch zum besseren Golfspieler. Durch den perfekt eingebetteten Fuß erlangt Ihr einen deutlich besseren Stand und somit eine optimierte Grundstellung am Ball. Außerdem sieht es einfach großartig aus! Sowohl “on course” als auch “off course”.

Wenn Ihr dann im Besitz eines solchen Paares (oder mehrere?) seid, dürft Ihr Euch auch der Pflege widmen. So können diese Schuhe Generationen überleben. Ihr benötigt unbedingt Schuhvollspanner aus Holz (vorzugsweise Zedernholz) und eine Flasche “Ledersohlenöl” (z.B. von Burgol). Die Spikes (“studs”) solltet Ihr dann ebenfalls regelmäßig wechseln. Hier kann ich die “Stinger” von Champs empfehlen. Vielleicht mögt Ihr ja auch ein Paar mit den “Pro Stinger” bestücken? Es ist herrlich, mit Metall Spikes spielen zu können.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Grebor

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Offener Herbstvierer in Falkenstein

Ja, für den hatte ich mich eigentlich angemeldet und mich auch auf meine 5.Teilnahme gefreut. Und nach den beiden schlechten Plätzen an den vergangenen Wochenenden wäre dieser Platz wieder ein Highlight des Jahres gewesen. Aber, ich habe abgesagt. Wirklich.
Das hat mehrere Gründe, aber ein wesentlicher ist, das ich mal ein Wochenende ohne Terminstress wollte. Kein frühes Aufstehen. Keine Anfahrt zu einem Golfplatz. Ich bin zur Zeit einfach müde und die Lust auf eine Golfrunde ist zur Zeit einfach recht gering. Leider betrifft das auch Falkenstein, obwohl ich diesen Platz wirklich gern und leider viel zu selten spiele.
Aber für dieses Jahr stehen noch ein paar Runden auf der Agenda und ich bin guter Hoffnung, das spätestens in 3 Wochen die Lust auf meinen Lieblingssport wieder voll da ist ;-)

Dieser Artikel wurde geschrieben von Ecki Freytag

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Jammern auf hohem Niveau

Alles fing mit einem Anruf meiner Eltern an, ich solle doch bitte nach einem Flug nach Malaga schauen und buchen. Gesagt, getan und gestern geflogen. Und da es nur für 3 Tage ist, habe ich natürlich auch kein Golfgepäck mit genommen. Blöder Fehler, echt blöd. Man stelle sich bitte folgendes vor: ich stehe auf der Terrasse und schaue auf 3-4 Abschläge und mindestens ebenso viele Fairways. Das Clubhaus ist Luftlinie 300 Meter entfernt.
Leider ist der Club so privat, privater gehts gar nicht und daher habe ich leider auch keine Möglichkeit diesen Platz zu spielen. Aber scheinbar tut es auch kaum ein Anderer, denn es ist nichts los auf dem Platz …

Dieser Artikel wurde geschrieben von Ecki Freytag

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