Seit zwei Jahren überlegte ich mir, ob ich mir neue Eisen zulege oder nicht. Welche sollten es sein? Stahl oder Graphit als Schaft? Wo kaufe ich diese und wo bekomme ich die beste Beratung? Fragen über Fragen und viel zuviele Antworten. Da ich aber schon seit Jahren mit den Hölzern von TaylorMade bestens klar komme, wurde diese Marke auf jeden Fall in Betracht gezogen. Und auch ein Martin Kaymer kommt damit ja sehr gut klar …
Nun erzählten mir Freunde von “Center of Excellence” am Golfclub Herzogenaurach, das Fittingcenter von TaylorMade. Und genau dort habe ich mir einen Termin gebucht und bin am Mittwoch, den 07. April 2010 dort zum fitten gewesen. Und ich muss sagen, ich bin begeistert. Meine Vorstellungen eines neuen Eisensatzes haben sich zwar ein wenig verändert, aber dazu später mehr.
Nach einem sehr netten Empfang am Mittwochmorgen wurde erst einmal in Ruhe ein Kaffee getrunken, bloß keine Hektik aufkommen lassen. Ich wurde gebeten, mich in dem Fittingraum ein wenig warm zu spielen und das tat ich mit Freude. Wann hat man mal die Möglichkeit, auf einer “Range” mit einem TaylorMade TP Ball zu schlagen. Danach wurden Körper- und Armlänge vermessen und die Schäfte dazu gwählt. Die ersten Versuche erfolgten sowohl mit dem Burner- als auch mit dem R9-Eisen und hier sowohl mit Graphit- als auch mit Stahlschäften. Jeder der Versuche wurde mit dem Trackman Radarsystem verfolgt und aufgezeichnet und es bestand jederzeit die Möglichkeit, die Ergebnisse am Bildschirm zu sehen. Auch hier galt, pro Eisen und Schaft möglichst 6-7 Versuche um möglichst gute Vergleichsergebnisse zu haben.
Einige Punkte, die untereinander verglichen wurden:
- BallSpeed
- LaunchSpin
- Flughöhe des Balles
- Flugweite des Balles (carry und total)
Nach einigen Tests war sehr schnell klar, das ich mit dem R9-Eisen besser zurecht kam, als mit den Burner-Eisen. Nur bei den Schäften bestand Klärungsbedarf. Denn eigentlich wollte ich nun endlich Stahlschäfte und musste mit der Zeit einsehen, das ich mit den Stiff-Graphitschäften besser und genauer den Ball traf. Auch der Distanzgewinn war nicht unerheblich. Die oben erwähnten Analysen mit graphischer Aufbereitung unterstüzten diese Tatsache. Begünstigend kam hinzu, das sowohl die Eisen als auch die Schäfte im Center vorhanden waren und somit der neuen Eisensatz in greifbare Nähe rückte. Und somit darf ich nun meinen neuen Schlägersatz vorstellen: TaylorMade R9 mit Fujikura Motore 75-S Schaft und GolfPride Midsize Griffen und ein xFT TP Wedge 56.
Und damit die Jungs auch die Zeit hatten, diesen Satz zuammen zu bauen, sind wir mit dem Nürnberger GreenBC-Captain Richard Friedl noch 9 Loch auf dem Golfplatz Herzogenaurach gegangen – wo wir doch schon einmal dort waren …
Hier noch einmal vielen Dank an Richard für seine Zeit und die nette Runde.
Und wie immer ein paar Bilder, da dieser Termin wirklich sehr interessant für mich war.