Wenn das Golfgepäck “umsonst” mit auf die Reise geht …

Wir waren mal wieder auf Reisen und natürlich sollte das Golfgepäck mit uns fliegen. Kein Urlaub ohne eine Runde Golf ist ja fast schon Standard bei uns. Allerdings mussten wir im Vorfeld bei der Planung schon fest stellen, das es im Umkreis von Washington (unserem Reiseziel) zwar viele Golfplätze gibt, diese aber fast alle private Clubs sind. Es gibt einige öffentliche Plätze, allerdings haben wir auf zwei davon einen kurzen Blick werfen können. Solche Wiesen möchte man nicht spielen.
Nun kann man als Mitglied von “Flying Blue Golf” (Air France & KLM) sein Golfgepäck fĂĽr die Reise anmelden, druckt sich einen Voucher aus und nimmt sein Golfgepäck bei den genannten Fluggesellschaften ohne zusätzliche GebĂĽhr (umsonst) mit. Toll, also alles zusammen gepackt und mit nach USA genommen. Leider hat es in zwei Wochen nur fĂĽr eine einzige Runde Golf gereicht. Die GrĂĽnde dafĂĽr sind vielfältig, aber eigentlich haben wir das Golfgepäck umsonst mit genommen. FĂĽr eine Runde hätten es durchaus Leihschläger getan …

Dieser Artikel wurde geschrieben von Ecki Freytag

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Oak Creek Golf Club – Irvine / Orange County

Auch wenn unser Urlaub nicht als Golfurlaub geplant wurde, haben wir doch die eine oder andere Runde Golf gespielt – es gehört einfach dazu. Und ab und zu findet man Plätze die wir so nicht erwartet haben. Der Oak Creek Golf Club ist genau so ein Platz. Alle Fairways sind von einer üppigen und in der Gegend unerwarteten Vegetation umgeben und obwohl der Platz im Stadtgebiet liegt ist es absolut ruhig. Man hört weder Straßenlärm noch sonstigen Lärm. Dafür erwarten den Golfer toll gepflegte Fairways und schön ondulierte Grüns. Es kommen mal ein paar Bäume in das Spiel, größere Bunker längst des Fairways und einige Wasserhindernisse sind auch vorhanden. Sprich, es ist alles da, was einen guten Golfplatz ausmacht. Und wer nicht zu sehr streut, der findet auch fast alle Bälle wieder. Leider hatten wir das Pech, das wir an diesem Tag einen echt langsamen Flight vor uns hatten, so dass ich hier keine Angabe zu dem Spielfluss machen möchte. Dieser Platz bietet zum Glück im Bereich der Abschläge genug Schattenplätze. Ansonsten lasse ich hier einfach mal die Bilder für sich sprechen.
Auch auf diesem Platz wird der Servicegedanke sehr groß geschrieben. Die Caddies sehen einen vorfahren und kommen mit dem Cart zum Auto gefahren und laden die Sachen aus. Die Carts sind mit dem GPS-System ausgestattet, welches wir schon auf dem TPC Stadium geniessen durften und somit hatten wir auch hier jederzeit eine exakte Entfernung bis zur Fahne. Nach der Runde wurden die Schläger gereinigt und alles zum Auto gebracht. Natürlich kostet so ein Service Geld und jeder möchte Tipp haben, vieles ist einem als Europäer vielleicht auch unangenehm (aber nur weil wir es nicht gewohnt sind). Allerdings habe ich mir immer öfters gewünscht, dass ein Teil dieses Servicegedankens auch nach Europa überschwappen möge.

Ein kleines aber witziges Detail ist uns noch auf gefallen. Auf Bahn 8 und Bahn 17 konnte man ĂĽber den Monitor im Cart Speisen im Clubhouse bestellen. Ein Service den wir so noch nicht kannten, aber auch nicht wirklich gebraucht haben.
Auch bei diesem Platz gilt, den spielen wir wieder wenn wir in die Gegend kommen!

Dieser Artikel wurde geschrieben von Ecki Freytag

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Rancho San Joaquin – Irvine / Orange County

An einem Samstagmorgen hatten wir Lust auf eine Runde Golf, allerdings keine Lust auf hohe Kosten. Ein Blick auf GolfNow und geschaut was es in der Nähe an Golfplätzen gibt und Rancho San Joaquin gefunden. Ein Public Course der mit einem sehr entspannten Greenfee seine Aufmerksamkeit auf uns zog. Golfgepäck ins Auto gepackt und nach Irvine gefahren. Und hier konnten wir für 45,00 Dollar pro Person incl. Cart eine entspannte Runde Golf spielen.
Nun könnte mal davon ausgehen, das solche Plätze weder schwer noch spektakulär sind und auf den ersten Blick sah der Platz genau danach aus. Es stellte sich aber glĂĽcklicherweise heraus, dass auch diese Wiese einiges zu bieten hatte und einige Herausforderungen bot. Die einzelnen Bahnen waren nicht allzu lang, so dass man mit einem guten Drive nur noch ein kurzes Eisen (Par 4) ins GrĂĽn brauchte, allerdings musste man einige der Bahnen “blind” spielen, wenn man den Platz nicht kennt. Die GrĂĽns waren sehr schön onduliert und dadurch nicht ganz einfach zu lesen. Insgesamt hat dieser Platz richtig SpaĂź gemacht, auch wenn es auf einen Samstag voller war als sonst. FĂĽr mich ist Rancho San Joaquin ein schönes Beispiel, wie man einen Public Course toll gestaltet und Golf so zu einem Breitensport machen kann. Entspanntes Greenfee und entspannte Gäste sind immer ein Garant fĂĽr eine nette Runde. Vielleicht animiert das ja mal jemanden, auch in Deutschland ein paar öffentliche Plätze zu bauen, auf denen man vielleicht auch ohne Platzreife spielen kann. FĂĽr die Nachwuchsförderungen ist das bestimmt ein erster Schritt!!
Und an dieser Stelle noch einmal ein kleiner Hinweis an den DGV. In den USA wollte NIEMAND meinen DGV-Ausweiss sehen, das interessiert dort einfach niemanden. Dort möchte man, das die Leute sich bewegen, einen Sport oder ein Hobby haben und Spaß haben. Tolle Sache wenn man dabei auf die ganze Bürokratie und Vereinsmeierei verzichten kann.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Ecki Freytag

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The Resort at Pelican Hill – Newport Coast / Orange County

Der Leser der letzten beiden Berichte (Wolf Creek und TPC Stadium) hier wird gemerkt haben, das die bisherigen gespielten Plätze durchaus etwas Besonderes waren. Eben keine 08/15-Plätze, sondern Golfplätze, die man nicht überall auf der Welt findet, bzw. nicht jeden Tag spielt.
Zu dieser Kategorie gehört auch Pelican Hill. Das Resort liegt im SĂĽden von Los Angeles in Orange County zwischen Newport Beach und Laguna Beach. Es bietet mit dem North und dem South Course zwei 18 Loch Plätze, die durchaus unterschiedlich sind. Der South Course geht bis an den Pacific wohin gegen der North Course etwas höher im Land liegt, man aber von jedem Loch das Wasser sieht. Beide Plätze sind Public-Course, allerdings in der Preisrange so hoch, das man sich das nicht jeden Tag leisten möchte. Nun haben wir das Greenfee fĂĽr diesen Platz geschenkt bekommen und sind somit in den Genuss einer Runde auf dem North-Course gekommen. Und da wir auch etwas sehen wollten, hatten wir eine Startzeit um 11 Uhr. Nun gibt es in Pelican Hill eine kleine Besonderheit – die Forecaddies. Im Greenfee ist ein Forecaddie enthalten, der einen auf der Runde begleitet, Tipps fĂĽr Richtungen und Lagen auf den Fairways gibt, die Entfernungen misst und ansagt, die Bunker hakt, die Pitchmarken auf den Greens ausbessert und einem dabei hilft, die Greens besser lesen zu können. Zusätzlich putzt er nach jeder Nutzung die Schläger. Rundum ein Service, der auf so einer Runde schon toll ist, den ich auf Dauer aber nicht haben möchte, denn fauler kann man eine Runde Golf nicht spielen. Allerdings muss ich hier positiv hervorheben, das man sich wirklich nur auf seine Schläge konzentrieren braucht, den Rest macht ja der Caddie …
Nun aber ein paar Details zum Platz. Dieser ist traumhaft in den Hügeln von Corona del Mar angelegt und der besagte Blick auf den Pacific verzückt das ein oder andere Mal. Die Fairways haben in allen Lagen mehr als genug Abstand zu den benachbarten Häusern, sind sehr gut gepflegt und lassen sich sehr schön spielen. Kurzum, alles macht einen tollen und perfekten Eindruck. Allerdings sollte man auf diesem Platz auch vorsichtig sein. Zwischen den einzelnen Bahnen und neben den Wegen ist viel ursprüngliche Natur. Und wir waren zur „Snakeseason“ dort – daher gilt auch hier, dass man sich die Suche nach Bällen abseits des Fairways sparen sollte. Einer Klapperschlange möchte nun wirklich niemand begegnen!!

Mein Fazit zu Pelican Hill. Toller Club und ein toller Platz! Die Mitarbeiter im ProShop könnten ein bisschen mehr lächeln und ein bisschen freundlicher sein, auch zu denen, die bei den Greenfeepreisen erst einmal kurz überlegen und eben nicht sofort die Kreditkarte zücken. Auch die Getränkepreise (auf und nach der Runde) haben es in sich. Dafür hat man auf dem North Course einen tollen Blick auf den Pacific und spielt einen grandiosen und toll gepflegten Golfplatz. Kurzum, es hat sich gelohnt und vor allem hat es Spaß gemacht !!!!


Dieser Artikel wurde geschrieben von Ecki Freytag

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TPC Stadium La Quinta / Palm Springs

Nach unserem Aufenthalt in Las Vegas (siehe auch Wolf Creek) ging es wieder zurück nach Los Angeles. Natürlich durfte ein Tag im Golfer Paradies Palm Springs nicht fehlen und so blieben wir dort für zwei Tage und nutzen die Zeit für eine Runde Golf. Und hier sollte es nicht irgendein Platz sein, nein es musste der Top-Platz der Gegend sein. Wir entschieden uns für den TPC Stadium Course in La Quinta. Laut einstimmiger Meinung von unterschiedlichen Gesprächspartnern die Nummer 1 in Kalifornien.
Zitat: “Golf is not a fair game, so why build a course fair?” – Pete Dye
So erhielten wir von unseren Shuttlechauffeur auch direkt seinen Respekt, das wir uns fĂĽr diesen Kurs entschieden haben … ;-) Von ihm erfuhren wir auch so einiges ĂĽber ein paar Tour-Spieler und deren Auftreten. NatĂĽrlich eine leicht einseitige Meinung, aber in allen Fällen hat sich mein Meinung zu den Jungs bestätigt.

Nun aber zum Platz. Ich muss sagen, die Entscheidung war richtig. Uns erwartete ein toller und gepflegter Platz, der fast nur aus kleinen HĂĽgeln und HĂĽgelchen, Bunkern und Wasser bestand. Selten stand man auf bzw. neben den Fairways in gerader Position.
Aber dieser Platz macht Spaß. Er lässt sich toll spielen, auch wenn man an jedem Loch warten muss. Er ist landschaftlich toll angelegt und die Häuser stehen zum Glück nicht zu nah an den Fairways. Die Carts (ja, gehören auch hier dazu!!) waren mit einen GPS-System ausgestattet, an welchem sogar einige individuelle Einstellungen vorgenommen werden konnten (Umstellung von Yards auf Meter). Somit wurde mein Entfernungsmesser an diesem Tag in vielen Lagen überflüssig. Die Grüns waren schnell und nicht einfach, die Breaks teilweise nicht wirklich zu erkennen. Trotzdem ist der Platz fair (ich habe immerhin mein HCP gespielt).
Eine nette Herausforderung haben die letzten beiden Bahnen. Die 17 hat ein ähnliches Inselgrün wie der TPC Sawgrass und die 18 hat eine schöne lange Wasserlinie am Fairway entlang laufen. Da braucht es noch einmal Nerven und ein ruhiges Händchen für einen schönen Abschluss.

Auf den BackNine gesellten sich noch zwei kanadische Rentner zu uns, wovon uns einer mit seinem Golfspiel faszinierte. Deniz war ca. 75 Jahre alt und hatte einen tollen und ruhigen Schwung und spielte mit einer Leichtigkeit die Bälle, das es einfach nur eine Freude war mit ihm zu spielen.

Solltet Ihr nach Südkalifornien fliegen, die Lust auf eine Runde Golf haben und einen Tag Zeit dazu finden, dann fahrt nach La Quinta und spielt diesen Kurs – es lohnt sich. Da es im Areal des PGA West noch einige tolle Plätze gibt, werden wir sicher dort noch einmal vorbei schauen – nächstes Mal dann mit mehr Zeit!

Dieser Artikel wurde geschrieben von Ecki Freytag

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